Ätherische Öle

Die Welt der Düfte

Die Welt ist voller Düfte und Gerüche. Laut Wissenschaft können wir über eine Billion unterschiedlicher Düfte unterscheiden. Über den überaus komplexen Geruchsinn entstehen im menschlichen Gehirn verschiedene Eindrücke. So können zum Beispiel verschiedene Orte und Situationen, Emotion und  Motivation und natürlich auch Gerüche wiedererkannt werden.

Wer kennt nicht den Duft von Lavendel, Rosen, Lilien,…Ein lauer Frühsommerabend unter Linden…Urlaub am Mittelmeer – Rosmarin, der Duft von Meer und leckere gegrillte Gerichte…der Duft von frischem Lebkuchen oder Zimtsternen…frisches Brot…?

Ich könnte hier unzählige Beispiele anführen, bei denen jeder seine eigenen Erinnerungen, Vorlieben und Abneigungen hat. Der Geruchssinn hilft uns aber auch ganz gezielt in brenzligen Situationen. Verschiedene Gerüche lösen bei uns Alarm und Vorsicht aus – zB der Geruch von Feuer oder Angebranntem.

Bekanntlich wird auch unsere Partnerwahl und das Sexualverhalten, Sympathie und Antipathie über Gerüche maßgeblich bestimmt. Diese wie auch viele andere Gerüche verarbeiten wir eher unterbewußt.

Medizinischer Aspekt von ätherischen Ölen

Vor einigen Jahren haben Forscher herausgefunden, dass sogenannte Geruchsrezeptoren nicht nur in der Nasenschleimhaut zu finden sind sondern auch im restlichen Körper – in den Atemwegen, im Magen, in der Niere, im Darm, in Muskelzellen, im Gehirn, im Blut,…
Diese Geruchsrezeptoren leiten die chemische Botschaft der Substanz über Nervenbahnen ins Gehirn weiter wo es schließlich verarbeitet wird und entsprechende biologische Reaktionen auslöst.

Ein kleines Beispiel für die innere Anwendung von Ätherischen Ölen

Die typischen Brotgewürze Kümmel, Fenchel, Anis und Koriander enthalten folgende Inhaltsstoffe:
Ätherische Öle, Gerbstoffe, schleimlösende zuckerartige Substanzen, Flavonoide, Cumarine und pilz- und bakterienhemmende Substanzen.

Sie wirken daher besonders verdauungsfördernd, weil sie die Tätigkeit der Verdauungsdrüsen anregen und zähen Schleim sowohl im Verdauungskanal als auch in den Luftwegen zerteilen und die Ausscheidung desselben durch Entspannung des Gewebes und Anregung der Peristaltik bzw. des Flimmerephitels fördern.

Natürlich ist es nun auch nicht verwunderlich, dass schon im Altertum die Menschen um die heilenden Eigenschaften von ätherischen Ölen wussten. Inzwischen wurden viele der überlieferten Heil- und Einsatzmöglichkeiten in modernen Studien bestätigt. Wissenschaftlich anerkannt ist zum Beispiel die Wirkung von ätherischen Ölen auf den Hormonspiegel und auf die Gesundheit der Zellmembran. Auch ist längst nachgewiesen, dass ätherische Öle das Wachstum und die Vermehrung von Bakterien hemmen können.
Zudem wirken Ätherische Öle/Düfte auf die menschliche Psyche und können unterschiedliche Stimmungen wie Entspannung, Gelassenheit oder Lebendigkeit erzeugen.

 

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